der baader meinhof komplex

nachdem der baader meinhof komplex doch recht lauwarme bewertungen der (filmkritiker-)presse über sich ergehen lassen musste, war ich wirklich sehr gespannt ob der film wirklich so schlecht ist, wie er teilweise gemacht wurde. nun ja ein menge an deutscher stars hat man herzitiert um die raf wiederaufleben zulassen. der plot ist in sämtlichen geschichtsbüchern sowie im netz zu finden, so erspare ich mir jedwede ausführungen dazu.

so richtig zünden will das terroristische grossereignis (west-)deutscher geschichte nicht, weil man sich nicht sicher ist was der film und letztendlich der regisseur uli edel eigenlich mitteilen möchten. soll es eine charakterstudie von ulrike meinhof (martina gedeck) sein oder ein abriss der ereignisse, des deutschen herbstes? wahrscheinlich ersteres in letzterem verpackt, leider funktioniert es nicht so ganz. und so wünscht man sich im letzten drittel des films, wenn sich die zeit bleiern aufs gemüt und das sitzfleisch legt, einfach nur noch das es entlich aufhören möge… da werden im stakatoschritt sämtliche stationen des raise and fall of raf abgefrühstückt, von politische motivierten anschlägen, bis dahin als die raf beginnt nur noch um sich selbst zu kreisen.

der film wird trotzdem eine menge zuschauer ziehen, werden doch heerscharen von schüler sich dieses dramaturgisches desaster angucken müssen. dann doch lieber tröge schulliteratur lesen oder eine schöne dokumentation auf arte zum thema gucken.

„hört auf sie so zu sehen wie sie nie waren.“ könnte auch sinngemäß auf den film zurtreffen. vielleicht hat man einfach zu viel erwartet und hineininterpretiert….

ps. aber der moritz bleibtreu gibt einen ganz süssen andreas baader ab ;-)…

„der städtische guerillero ist der organisator schlechthinniger irregularität als destruktion des systems der repressiven institutionen.“ rudi, des haste schön gesagt. in diesem sinne: „holger, der kampf geht weiter…

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Eine Antwort auf „der baader meinhof komplex“

  1. Man kann sich den Film durchaus ansehen, aber er zeigt eben nichts, was es nicht schon im Fernsehen über die RAF und ihre Attentate zu sehe gab.
    Einzig interessant, für mich zumindest, war der Teil der Ausbildung der RAF in Jordanien. Völlig verschiedene Lebensauffassungen und Realitäten prallten da aufeinander gepaart mit Aroganz der Mitglieder der RAF. Schade das dies nur so kurz ausfiel, aber vielleicht gab die Realität auch nicht mehr her.

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