berlinale tag7 – hilfe, ich werde krank

die berlinale hat ein opfer gefordert – meine gesundheit. ich habe schlafentzug und halsweh. ich habe mich aber heute trotzdem tapfer in drei filme begeben: wieder alle aus der wettbewerbssektion. amfrühen morgen ging es los mit der argentinisch-deutsch-niederländischen coproduktion ‚la tercera orilla‘ in der ein sohn am patriarchalen druck seines vater zerbricht. irgendwie will die story nicht sorecht zünden. zu lasch kamm mir das wiederholten nachfragen des vaters richtung seinens sohnes, bzgl. freundin vor. als ältestes kind soll der sohna auch die verantwortung für die ranch des vaters übernehmen,der bald in den urlaubfährt. offenbar ist ist das zuviel für den sohn und es kommt zur katastrophe. der sohn reagiert die meiste zeit nur. nie weiss der zuschauer wirklich was in ihm vorgeht. der vater versucht sich zwar schon um die familie zu kümmern, ersetzt aber oft liebe durch großzügige geldgaben. dies mag auch ein grund für das eher distanzierte verhältnis von vater und sohn sein. mir kam die reaktion des sohnes etwas unglaubwürdig vor.

dann folgte ‚aloft‘ von der regisseurin claudia llosa, die schon einmal einen goldenen bären für  das drama ‚La teta asustada‘ gewinnen konnte.  Die zweifache mutter nana (jennifer connelly) erfährt durch zufall, dass sie die gabe besitzt menschen zu heilen. jedoch vermag sie den eigenen sohn gully, der an einem tumor leidet nicht zu heilen, er kommt vorher bei einem unfall ums leben. dieser unfall entzweit die familie. erst jahre später gibt es zwischen sohn ivan und nana ein wiedersehen… in rückblenden, die sich dem zuschauer nicht sofort als solche erschliessen, wird die geschichte erzählt, zugegeben in schönen swchneelastigen bildern. allerdings wirkt vieles zu bemüht wie die eingangszene in der ein ferkel gebohren wird und gleich danach hat nana sex mit ihrem geliebten im stall. der film strotz vor hobbypsycholgischen metaphern und verliert sich am ende entglültig in esoterikkitsch.

DSCN0820

 

zum schluss gab es noch Bai Ri Yan Huo (Black Coal, Thin Ice). 1999 geschehen in einer chinesischen stadt mysteriöse morde. leichenteile werden über mehrere kohleminen verstreut gefunden. die festnahme der mutmaßlichen mörder wird zur farce. zwei polizisten sterben und kommissar zhang wird suspendiert. jahre später nimmt zhang auf eigene faust die ermitllungen wieder auf. die opfer stehen alle in verbindung zu einer frau, die in einer reinigung arbeitet. zhang nimt kontakt zu ihr auf…

in stile einer klassischen detektivgeschichte mit film noir elementen kommt black coal, thin ice daher. leider gibt es im film zu oft szenen in denen eine bemühte kauzigkeit der charaktere für absurden humor sorgen soll. das funktioniert nicht immer. punkten kann der film sicherlich mit der inszenierung. trotzdem kein besonders starker wettbewerbsbeitrag.

 

Be Sociable, Share!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bsR0jS

Bitte geben Sie den Text vor: