berlinale tag8 – the winner is boyhood

heute früh hab ich mich im fieberwahn ins kino geschleppt. aber es hat sich gelohnt. es gab zwei wettebewerbsfilme zu schauen, die annehmbar und sehr gut waren. doch der reihe nach.

quasi mitten in der nacht, aslo 8:30 uhr wurde der chinesische film Wu Ren Qu (’no mans land‘) kredenzt, der westernartig daher kommt. ein schnösliger anwalt macht sich auf den weg zu einem prozess und muss dabei eine trockenen und staubige einöde durchqueren. unterwegs machen den überheblichen juristen die lokalen gangster das leben schwer.

felsen, wüstensand, hitze, schwere stiefel auf asphalt und einen typische western melodie mit gitarre und trompete. schon ist der zuschauer mittendrin in einer kargen ödnis, in der das recht des stärkeren zählt. der jurist, der zu beginn noch glaubt alles irgendwie mit geld regeln zu können, sieht früher oder später ein das es manchmal einfach effektiver ist einen lkw oder menschen anzuzünden. rustikal geht es zu, da werden menschen erschossen oder niedergeschlagen, autos verkeilen sich ineinander. derjenige welcher die besten waffen und die besten connections hat in dieser verlassenenen gegend ist im vorteil. das ist zwar gegen ende hin ermüdend wenn eben jene botschaft redundant erzählt wird. trotzdem ein recht unterhaltsamer beitrag.

und dann kam boyhood von richard linklater. ein projekt, dass sich mittlerweile über 12 jahre erstreckt. seit 2002 versammelt der regisseur immer die gleichen darsteller vor der kamera um deren entwicklung über einen längeren zeitraum zu verfolgen. das vorläufige endergebnis gab es heute zu bestaunen. wir begleiten den 6 jährigen mason (ellar coltrane), seine schwester sam (lorelei linklater) durch ihre kindheit bis hin zum college. ihre mutter olivia (großartig particia arquette) hat in liebesdingen nicht immer das richige händchen, mehrere scheidungen ist das indiz dafür. mit viel liebe und hingabe erzieht sie die beiden kinder größten teils allein. der vater ihrer kinder (ethan hawke) speilt auch nach der scheidung noch eine bedeutende rolle im leben der kinder.

linklater schafft ein authentisches und in sich stimmiges bild vom erwachsen werden. es gibt keinen masterplan, keine blaupause dafür, was der perfekte weg ist aufzuwachsen. mason, auf dem hier der fokus liegt, soll,kann muss sich ausprbieren um seinen weg ins erwachsenen leben zu finden. das ist wunderbar leichtfüssig erzählt. danke mr. linklater für diesen super wettbewerbsbeitrag.

zum schluss des heutigen tages habe ich mir noch ‚what we do in the shadows‘ aus der generation sektion angeschaut. die liebenswerte mockumentary über vampire, die im neuseeländischen wellington blutsaugen, ist orginell erzählt und hat viele sympathische figuren zu bieten. ich habe mich köstlich unterhalten. und das wirklich sehr nette q & a im anschluss mit dem cast war der abschluss einen perfekten kinotages auf der berlinale.

p.s. ich erfuhr erst heute!!!! dass ich mit dem pressebadge auch auf den market kann. ich bin empört! wieso sagt man mir das nicht früher. buhu

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